Rosângela Rennó

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© Julia Rennó


Rosângela Rennó (* 1962 in Belo Horizonte / Brasilien) lebt und arbeitet in Rio de Janeiro. Rennó studierte Bildende Kunst und Architektur an der Guignard University of Art of Minas Gerais in Belo Horizonte. Sie promovierte an der School of Communications and Arts in São Paulo. 

Die Arbeit der brasilianischen Künstlerin Rôsangela Rennó ist geprägt durch den Umgang mit ausrangierten Bildern, die sie auf  Flohmärkten auf der ganzen Welt findet, oder vorgefundenem Bildmaterial aus privaten und öffentlichen Archiven oder Zeitungen. Rennó untersucht in ihrer langjährigen künstlerischen Arbeit die Beziehung zwischen Erinnerung und Vergessen. Dabei setzt sie sich kritisch mit der Vergangenheit Brasiliens auseinander und arbeitet investigativ verborgene Informationen aus den Bildern volkstümlicher Fotografiesammlungen heraus.

Durch die Aneignung gefundener Bilder arbeitet sie gegen das Vergessen an. So verwandelt sie kleine Flohmarktabzüge in große museale Prints. Sie überführt einen Bestand an Bildern in komplexe Installationen, teilweise als Projektionen oder in Verbindung mit Film. Damit schafft sie nicht nur eine Begegnung mit anachronistischen Bildträgern und historischen Artefakten, sondern legt neue Lesarten und alternative Narrationen frei. 

Rosângela Rennó ist eingeladene AMA-Künstlerin in der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA).

Mehr Informationen zur Künstlerin hier: http://www.rosangelarenno.com.br/